medint.at | Dr. Christian Gruber | Salzburg

Sportmedizinische Leistungsdiagnostik

Richtige Trainingsplanung ist für jeden Sportler, ob Hobby- oder Leistungssportler, eine wichtige Grundlage für gesunden und effektiven Sport. Aber auch in der Herz-Kreislauf Rehabilitation ist die richtige Trainingssteuerung ein Muss. Bei fast allen Sportarten ist das Erreichen einer guten Grundlageausdauer die Basis für eine weitere Leistungssteigerung, bei Ausdauersportarten ist sie das Entscheidende überhaupt. Grundlageausdauer kommt nicht von selbst, sie muss gezielt trainiert werden. Dazu erforderlich ist bei der Erstellung eines Trainingsplanes die Bestimmung zweier physiologischer Größen, der aeroben und anaeroben Schwelle. Dies wird durch Durchführung einer Lakat-Ergometrie bestimmt.

Aerobe Schwelle: darunter versteht man jenen Leistungsbereich, bis zu dem der Körper sicher unter Verwendung von Sauerstoff auf die Fettverbrennung zurückgreifen kann, es wird keine Milchsäure (Laktat) in größeren Mengen produziert. Dieser Schwellenwert ist individuell zu ermitteln.

Anaerobe Schwelle: Jener Trainingsbereich (über der aeroben Schwelle) in dem der Körper seine Energiegewinnung hauptsächlich ohne Sauerstoff (anaerob) durchführen muss, der längerfristig zur Erschöpfung führt, da nur begrenzte Reserven an Kohlenhydraten vorhanden sind. In einem Trainingsplanung ist nun die richtige Mischung von aeroben und anaeroben Trainingsphasen wichtig, um die Leistungsfähigkeit zu verbessern. Viele Sportler machen den Fehler so viel im anaeroben Bereich zu trainieren, was keinen Leistungszuwachs bringt, sogar zu einer Schwächung des Immunsystems führen kann. Auch wer Sport zur Verbesserung der Fettverbrennung einsetzen will, sollte seine aerobe Schwelle kennen, um wirklich Fett zu verbrennen.