Vortragender Dr. Wolfgang Schaffert

Vorstellung des Vortragenden Edi Koblmüller


Diskussion nach dem Vortrag von Leo Höglinger

Vorstellung des Vortragenden Dr. Werner Waldmann


Dr. Christian Gruber diskutiert mit den Workshopteilnehmern


Dr. Sigi Brugger beim Workshop Nodoctor


Dr. Wolfgang Schaffert im Workshop Imgebirg

Anwendung des Wenoll-Systems


Infusionen aufziehen im Workshop Nodoctor


Wunden nähen auf Präparaten


Reanimation mit Dr. Sigi Brugger


Stetoskopieren im Workshop Nodoctor

Diskussion im Workshop Imgebirg

Workshop Imgebirg


Großer Andrang beim Impfstand

Dr. Christian Gruber beim Impfen



Bettina Schienwald und zwei Interessierte beim Mikroskopieren


Ausstellung im Foyer - Ausrüstungsstand


Ausstellung im Foyer - Wasserverkostung

Ausstellung im Foyer - Impfinformation und Büchertisch


Ausstellung im Foyer - Buffett


Ausstellung im Foyer - Wasserverkostung

Rückblick auf die GEOMEDICAL 2005

Zum zweiten Mal haben wir die Salzburger Uni Reisetage abgehalten und Dank eurer Hilfe sind sie zu einer erfolgreichen Veranstaltung geworden.
Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden!

GESTEIGERTE NACHFRAGE BEI DER IMPFAKTION:
Bei der vergünstigten Impfaktion für Studierende konnten wir einen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. In zwei Tagen ließen sich rund 130 Studierende impfen, fast immer war eine Warteschlange beim Impfstand! Verabreicht wurden 32 Polio-Diphterie-Tetanus, 91 Hepatitis A+B, 6 Hepatitis A, sowie 37 Typhus Impfungen. Die Impfaktion wurde von den Studenten sehr gut angenommen, sie ist in ihrer Art sicher einmalig an einer Universität in Österreich. Zu wünschen wäre eine ähnlich große Nachfrage bei den anderen Programmpunkten.

ERFOLGREICHE WORKSHOPS:
Beide Workshops wurden erfolgreich abgehalten. Die Teilnehmer bekamen jeweils von 9 bis 17 Uhr vertiefende Inhalte geboten, wichtig waren uns hierbei viel Zeit für Fragen und praktische Anwendungen. Die günstigen Teilnahmegebühren wurden durch das Entgegenkommen bzw. den Verzicht der "Experten" auf "Expertenhonorare" ermöglicht. Die Anmeldungen für die Workshops kamen relativ kurzfristig zustande, was an unserer verspäteten Medienpräsenz liegen kann, aber auch an der Unentschlossenheit mancher Teilnehmer. Zum Zeitpunkt des Anmeldeschlusses (5 Tage vorher) waren die Workshops noch unter bzw. nur knapp über der Mindestteilnehmerzahl.
Im Workshop IMGEBIRG "Rund um Trekkingreisen" erfuhren die 8 Teilnehmer von Dr. Peter Schatzl über gesundheitliche Probleme und Herausforderungen in der Höhe und wie man diesen höhentaktisch begegnet. Besonders auch gruppendynamische Aspekte wurden von der Gruppe diskutiert. Dr. Wolfgang Schaffert ging auf die Diagnose und Therapie der Höhenkrankheit ein. Bei der Notfalltherapie wurde mit dem Wenoll-System und dem Certec Überdrucksack geübt.
Im Workshop NODOCTOR "Wilderness Medicine" vermittelte Dr. Christian Gruber den 16 Teilnehmern fortgeschrittene Selbsthilfe auf Reisen. Internistisches und chirurgisches Basiswissen, z.B. jemanden untersuchen, Stethoskopieren, verschiedene Verbände, Wunden nähen, Infusionen aufziehen, Spritzen geben etc. Auch Dr. Sigi Brugger lies beim Thema Reanimation nichts anbrennen, jeder musste einmal Hand anlegen.

INTERESSANTE VORTRÄGE UND DISKUSSIONEN:
An beiden Tagen fanden um 18:00 und 19:15 zwei Abendvorträge statt. Die Zuhörerzahl war mäßig, die jeweils zweiten Vorträge waren besser besucht.
Am Thementag IMGEBIRG "Trekking / Höhenmedizin" verstanden es die beiden Referenten Dr. Wolfgang Schaffert und Edi Koblmüller ihre Beiträge mit speziellen Reisedestinationen zu verknüpfen und persönliche Erfahrungen einfließen zu lassen. Die anschließende emotionsgeladene Diskussion lief auf einen Konsens dahingehend hinaus, dass es ein Qualitätszeichen für Reiseveranstalter ist, die Aufstiegsetappen langsamer und dadurch höhenverträglicher zu gestalten.
Der Bogen am Thementag NODOCTOR "Reisen / Entwicklungsländer" reichte von den politischen Rahmenbedingungen in Südasien, bis zu Einzelschicksalen und sinnvoller medizinischer Hilfe. Leo Höglinger ging auf die aktuelle Menschenrechtssituation in beliebten Reiseländern in Südasien ein, während Dr. Werner Waldmann eindrücklich belegte, dass man auch im kleinen Maßstab wirkungsvolle Hilfe leisten kann, um Größeres zu bewirken.

KAUM INTERESSE AN DEN FILMEN:
Die beiden Filmvorführungen um 17 Uhr fielen mangels Zusehern aus. Der Nachmittagstermin, die nur extensive Ankündigung sowie der spezielle Inhalt über Nepal dürften hierfür Gründe sein.

AUSSTELLUNG ALS BUNTER BAZAR IM FOYER:
Mit der Verlagerung der meisten Ausstellungsstände ins Foyer vor dem blauen Hörsaal, bot sich dem Besucher ein in sich abgeschlossener Bereich mit folgenden Ständen:
1) Erstmals gab es mit einem Parasiten-Stand die Möglichkeit einen interessanten Teilbereich der Reisemedizin kennen zu lernen. Der Blick ins Mikroskop in die Welt der Parasiten wurde redaktionell von der Parasitolgin Dr. Ilse Jekel organisiert und von Bettina Schienwald an beiden Nachmittagen betreut. Die Mikroskope wurden uns von Prof. Wolf-Dietrich Krautgartner von der Zoologie zur Verfügung gestellt.
2) Am Ausrüstungsstand fassten wir eigene Ausrüstungsgegenstände und Eybl-Produkte für die Reise sowie zur Trinkwasserdesinfektion zusammen. Die beiden Standbetreuer Stefan Herbst und Beate Landl forderten u.a. zur Trinkwasserverkostung auf und verteilten Kostproben von Camping-Mahlzeiten.
3) Der reichhaltige Büchertisch geht auf die gründliche Recherche von Anna Albert vom Facultas Nawi Shop zurück. Betreut wurde der Stand von Elke Neubacher und Patrik Warto.
4) Für den Pharmakonzern Glaxo Smith Kline waren Eike Eberhart und Claudia Schilchegger für Impfauskünfte und Produktinformationen anwesend.
5) Der Pharmakonzern Sanofi Pasteur MSD wurde von Barbara Hatheier vertreten, auch sie stand für Impfauskünfte und Produktinformationen zur Verfügung.
6) Patrik Lundwall präsentierte am Donnerstag mit einem Stand seine NoBite Insektenschutzprodukte.
7) STA Travel wurde durch Daniela Nejedly, Elelyn List und Clarissa Caspers vertreten, die Informationen und Reiseangebote offerierten.
8) Ulli Seidl gab am Mittwoch am Stand der Bergspechte Auskünfte zu Reisezielen;
9) Die Salzburger Nachrichten legten täglich 50 Exemplare der Zeitung auf.
10) Der Alpenverein Sektion Salzburg hatte einen Stand mit Informationsmaterialien.
11) Am Info-Stand erteilten Michaela Lukasser, Veronika Asamer oder Markus Fleiß Auskünfte zum Veranstaltungsprogramm. Es lagen Bücher zur Ansicht auf sowie Informationsmaterialien zur freien Entnahme, u.a. Folder vom Magisterstudium Urlaubs- und Reisemedizin an der UMIT, dem Wenoll-System und dem Satellitenbildatlas von Geospace.
12) Abends gab es ein Buffett mit Würsteln, belegten Broten, Kuchen und Getränken. Die Vorbereitung und Standbetreuung übernahmen Michaela Lukasser, Antonia Osberger und Markus Fleiß.
13) Am Impfstand impften abwechselnd Dr. Christian Gruber und Dr. Sigi Brugger. Sie gaben zudem reisemedizinische Auskünfte zu Impfungen, zur Expositions- und Chemoprophylaxe, zum Malariarisiko und zu speziellen Reisedestinationen. Johannes Meinhart betätigte sich als Sekretär am Impfstand. Das Rote Kreuz Landesverband Salzburg stellte uns für den Impfstand 3 Feldbetten zur Verfügung.

IDEALE RÄUMLICHKEITEN:
Die Kooperation mit dem Fachbereich für Geographie, Geologie und Mineralogie und der Universitätsleitung hat gut funktioniert. Wir fühlten uns sehr wohl in den Räumlichkeiten der Naturwissenschaftlichen Fakultät, das Setting im Foyer und den Hörsälen war ideal, die Zusammenarbeit mit dem Hausdienst reibungslos. Gleichzeitig präsentierte sich auch die Universität der Öffentlichkeit als Bühne für praxisnahe Themen wie Reisen, Bergsteigen und Entwicklungszusammenarbeit.

BESSEREN ZEITPUNKT SUCHEN:
Die Wahl des Veranstaltungstermins Anfang Juni scheint nicht die optimale Zeit zu sein. Eine Wiederholung wäre besser im Winter / Frühjahr anzuberaumen, zu einem Zeitpunkt, wo viele Outdoorsportler zu Hause sind bzw. mehr Zeit haben und Reisen erst im Planungsstadium stecken.

GESTEIGERTE ÖFFENTLICHKEITSARBEIT:
Mit 150 Plakaten und 5000 Veranstaltungsfoldern gingen wir an die Öffentlichkeit. In einer ersten PR-Welle im April wurden in Uni-Gebäuden, Apotheken, Reisebüros, Veranstaltungsräumen etc. Plakate aufgehängt und Folder aufgelegt. In einer Zweiten PR-Welle Mitte Mai wurden die Folder persönlich an Studierende ausgehändigt. Fünf Helfer beteiligten sich an den PR Aktionen. Auch konnten wir unsere Medienkontakte und dadurch Medienpräsenz weiter ausbauen.
Im Pressespiegel sind alle Meldungen zur GEOMEDICAL 2005 in Zeitungen, Internet und Radio zusammengefasst. Einziges Manko sind die teils verspäteten Ankündigungen in den Printmedien. Bei den beiden Workshops waren drei Medienvertreter als Teilnehmer dabei.

PLATTFORM FÜR NGOs:
Über den Entwicklungspolitischen Beirat der Salzburger Landesregierung wurden von uns sämtliche Salzburger NGOs die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind eingeladen, sich im Rahmen der Ausstellung im Foyer mit einer Stellwand zu präsentieren. Dieses Angebot nahmen Öko Himal, Ärzte für die Dritte Welt, AMREF, die Städtepartnerschaften Salzburg-Leon und Salzburg-Singida sowie die Aktion "Sei so frei" wahr.

Peter Schatzl, 6. Juni 2005